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Die Geschichte des Whiskys

Bis heute ist es nicht sicher, ob der Ursprung des Whiskys in Irland oder Schottland liegt. Christliche Mönche überbrachten im 5. Jahrhundert Ideen und Erfindungen zur Herstellung von verschiedensten Flüssigkeiten, wie Parfum und Arzneien und missionierten unter anderem damit das Land der Kelten. Diese waren es dann auch, die als Vorreiter die Möglichkeit besaßen klare Flüssigkeiten zu destillieren und damit das so genannte "aqua vitae" als Grundlage der Herstellung des Whiskys zu schaffen. Im Jahr 1494 kam es dann erstmals zur rechtlichen und offiziellen Erfassung des Begriffs und Produkts "aqua vitae" durch eine urkundliche Erfassung in schottischen Steuerformularen.

Zur Zeit der ersten offiziellen Whiskyproduktionen und Brennereien in Irland und Schottland verfügte man über genügend Agrarfläche die eine Herstellung ankurbeln sollte und konnte. Während man in Irland überwiegend Gerste und Hafer zur Produktion verwendete wurde in Schottland weitestgehend jede Getreideart in Brennereien verwendet. Zudem siedelten viele Brenner im frühen 17. Jahrhundert nach Amerika aus, wodurch das Getränk auch eine amerikanische Wurzel zu entwickeln begann. Hier verwendete man nun, neben Mais und Roggen, das übliche Getreide ebenfalls zur Herstellung des Whiskys.

Whisky als aufsteigender, bedeutender Zweig der Industrie nahm dann zunehmend mildere Formen an. So entstanden durch Optimierung der Brennereien neuere leichtere Sorten, welche die irländischen Produkte zu verdrängen drohten. Außerdem wurde die Marktsituation der Iren zusätzlich durch die Erfindung des Blended Scotch aus Schottland erschwert. Beim Blended Scotch handelt es sich um eine Mischung von verschiedenen Whiskys, welche dann für einige Zeit in einem Fass gelagert werden, um in ihrer geschmacklichen Verbindung zu reifen. Der erste seiner Art wurde aus verschiedenen Single Malt Whiskys gemischt und ist zeitlich dem 18. Jahrhundert zuzuordnen. Single Malt steht wiederum für die Herstellung aus einer einzigen Destillerie, wobei das Produkt nur aus gemälzter Gerste geschaffen werden darf. Der amerikanische Whisky erhielt durch seine fortschrittliche Entstehung folglich viel Zuspruch. Bourbon als Namenszusatz des Getränks fand zudem Einzug durch die hohe Qualität des Produktes aus der Region Bourbon County und der damit entstehenden Popularität. Benannt nach einem französischen Königshaus, ehrte man mit der Bezeichnung der Grafschaft die Hilfe der Franzosen im Unabhängigkeitskrieg gegen die Englische Regierung.

Der Geschichte folgend erwarteten dem alkoholischen Getränk nun mit Beginn des ersten Weltkriegs 1914 in Amerika schwere Zeiten. Zahlreiche Brennereien waren nun dazu gezwungen ihre Produktion zu unterbrechen und statt dessen Schießpulver herzustellen. Kurz darauf, ab 1917, wurde der Genuss von alkoholischen Getränken für die Dauer des Krieges verboten bis 1919 letzt endlich sogar sämtlicher Verzehr von Alkohol untersagt wurde. Mit der Vernichtung aller Vorräte des Whiskys und der Zweckentfremdung der Brennereien Amerikas entstand jedoch eine neue Chance für andere Produzenten. Schottland und auch Kanada konnten sich auf die Ausweitung ihrer Herstellung konzentrieren und sorgten damit für einen antreibenden Schmuggel des Alkohols in die USA. Als Konsequenz der unaufhaltbaren Einfuhren des Whiskys kippte man das Gesetz zum Verbot von Alkohol 1933 verfassungsgemäß.

Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurde der amerikanische Bourbon dann letzt endlich in hohem Maße nach Europa eingeschifft. Früher noch bekannt unter den Flaschen mit einer halben Gallone Inhalt verkaufen sich heute vor allem Massenerzeugnisse in den Supermärkten als Whisky. Ein Trend zu Gunsten des amerikanischen Bourbons ist jedoch auch festzustellen. Die Produktpalette der Sorten aus traditioneller Herstellung findet zum Glück noch genügend Anhänger und verkauft sich auch im heutigen Einzelhandel erfolgreich.

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